Der Keller quillt über. Jetzt haben wir es wirklich geschafft. Es passt nur noch mit Muss etwas rein. Wohin mit dem ganzen Zeug? Der Keller ist nicht sehr groß. Er wurde als Kohlenkeller genutzt. Von der Vor-Vormieterin ist so viel Kohle übrig geblieben, dass fast kein Platz mehr ist. Seit beinahe zwanzig Jahren liegt sie da nun rum.
Zum Minimalismus-Projekt: Wir lagern unser Zeug zum großen Teil nur um. Sehr viel davon ist in Puchenstuben. Viele Bücher, CDs, Platten etc. Ist das nicht eine Augenauswischerei? Vorzugeben, den Minimalismus zu leben aber in Wirklichkeit "verstreuen" wir unsere Sachen bloß an verschiedenen Orten.
Aber: Das ist ein langwieriges Projekt. Es geht nicht von heute auf morgen. Ich muss mir erst bewusst werden, was ich brauche (an Dingen) um glücklich zu sein. Ich brauche bestimmt meine Lieben um mich. Ein Heim. Wärme. Gutes Essen, gutes Trinken. Einen Ort zum leben halt. Ist es nicht schön, an einem Sonntag einen Kaffee zu trinken, ein bisschen Radio zu hören oder etwas zu lesen, aus dem Fenster zu schauen und einen schönen Tag mit seiner Familie zu genießen? Man braucht nicht viele Dinge, um glücklich zu sein. Man braucht aber ganz sicher Menschen um sich, die man mag und die einen auch mögen.